Die Schule Olten hat als vierte Schule im Kanton Solothurn das Zertifikat «Profilschule informatische Bildung» erhalten. Die Zertifikatsübergabe fand am 26. November 2025 im Stadthaus Olten statt.
Entlang der Indikatoren im Instrument Profilschule informatische Bildung «Umsetzung Regelstandards und Lehrplan», «Entwicklungsarbeit» und «Netzwerk informatische Bildung/Innovationsarbeit mit anderen» braucht es Arbeiten auf verschiedenen Ebenen, damit eine grosse Schule wie Olten technisch, pädagogisch und strukturell Innovationen umsetzen kann.

Foto: Jürg Salvisberg, Olten
Klare Vision
Die Stadt Olten hat eine klare Vision, wie sie ihre Schule weiterentwickeln will. Seit 2003 ist ICT in der Schule ein Thema. Die Investitionen in die technische Ausstattung erfolgten seither kontinuierlich. Die breite Verankerung im Unterricht startete 2017 mit der Planung und Umsetzung. 2019 meldete sich die Schule Olten beim Volksschulamt als Profilschule informatische Bildung im Aufbau.
Umsetzung Regelstandards und Lehrplan
Die Vorgehensweise der Schule Olten zeigt den iterativen Prozess der Weiterentwicklung in Form des Spiralprinzips. In einem 1. Schritt erfolgt die Diagnose mit Hilfe von Umfragen bei Lehrpersonen, Ist-Soll-Analyse durch die PICTS und der Selbsteinschätzung anhand des Instruments Profilschule informatische Bildung. In einem 2. Schritt wird die Interpretation der Resultate aus der Analyse vorgenommen. Daraus werden die wichtigsten Handlungsbereiche festgelegt und Massnahmen daraus abgeleitet. In dieser Phase sind die grundlegenden Konzepte und Dokumente entstanden, z. B. die Organisationsstruktur.
Die Schule Olten hat wichtige Grundlagen erarbeitet:
- Konzept «Informatische Bildung und ICT der Schule Olten»
- Planungshilfe für den Zyklus 1 und 2
- 3-Jahresplanung für den Zyklus 3
Es wird eine fächerübergreifende Umsetzung angestrebt. Die Planungshilfen sind dynamisch, d.h. die Rückmeldungen von Lehrpersonen fliessen stetig ein.
Infrastruktur
Die technische Infrastruktur deckt den gestiegenen Bedarf ab und ist den Anforderungen gewachsen. Die Schule verfügt über ein leistungsfähiges WLAN. Ab Schuljahr 2025/2026 erfüllt die Schule die kantonale Vorgabe 1:1 ab der 3. Klasse.
Innovationsarbeit
Die Schule hat ein Strategieteam und das PICTS-Team, welche gemeinsam die Rahmenbedingungen für eine gelingende Innovationsarbeit schaffen. Die Schule experimentiert und folgt dabei dem Regelkreis. Sie sammelt Erfahrungen, wertet Ergebnisse aus und lässt die Erkenntnisse in ihre weitere Arbeit einfliessen. Die Schule verfügt über Instrumente zur Planung und Umsetzung der Entwicklungs- und Innovationsarbeit.
Zudem unterstützt die kommunale Aufsichtsbehörde auf strategischer Ebene die Entwicklungsarbeiten der Schule.
Pädagogischer Support
Die Aufgaben von PICTS und TICTS sind in Pflichtenheften definiert. Für eine grosse Schule sind die PICTS vorbildlich organisiert. Das Team besteht aus acht Personen, die sich jährlich zu vier bis acht Sitzungen treffen. Die TICTS und PICTS treffen sich zudem vier Mal jährlich.
Weiterbildung der Lehrpersonen
Die Schulleitungen und die PICTS definieren das Weiterbildungsprogramm. Die PICTS führen Weiterbildungen für die Lehrpersonen durch. Die PICTS nehmen dabei auch aktuelle Themen auf, wie beispielsweise KI. Alle neuen Lehrpersonen erhalten eine Einführung/Weiterbildung.
Elternarbeit
Die Elternarbeit geniesst einen hohen Stellenwert. Einmal pro Zyklus gibt es einen Elternabend zu Flo# (Präventionsprogramm für Schulen). In der Sekundarstufe I werden erfolgreich Elternabende mit Schülerinnen- und Schülerpartizipation durchgeführt.
Netzwerkarbeit ausserhalb der Schule
Die Schule Olten beteiligt sich aktiv an den kantonalen «Netzwerktreffen digitaler Wandel». Andere Schulen dürfen sich bei Fragen jederzeit an die Schule Olten wenden. Die Schule teilt ihre Erfahrungen und Erkenntnisse gerne. Die Schule Olten ist aufgrund ihres Engagements und ihrer Grösse ein überregional bedeutsamer Partner mit Strahlkraft.
Fazit
Die Schule hat eine Vision und geht bei ihrer Entwicklungsarbeit systematisch vor. Sie analysiert die Ausgangslage, definiert Massnahmen und überprüft die Zielerreichung. Neben der Sicherung von Erreichtem setzt die Schule immer wieder neue Impulse für zukünftige Entwicklungen. Dabei gelingt es ihr, alle Beteiligten einzubeziehen und mitzunehmen.
Die Arbeiten in den verschiedenen Bereichen, wie z. B. Weiterbildung der Lehrpersonen, Schaffen von Strukturen und Gefässen, Erarbeitung von Planungsgrundlagen und vielen weiteren Massnahmen entfalten ihre Wirkung. Das Engagement der Beteiligten ist spürbar. Das Volksschulamt ist davon überzeugt, dass es der Schule Olten gelingt, die informatische Bildung zeitgemäss und bedarfsgerecht in den Unterricht zu implementieren.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zum Thema Profilschulen informatische Bildung unter https://so.ch/verwaltung/departement-fuer-bildung-und-kultur/volksschulamt/informatische-bildung/profilschulen-informatische-bildung
